Photovoltaik-Anlage spart 1000 Tonnen CO2 in 20 Jahren
Am 3. Juli haben wir gemeinsam mit den Stadtwerken Iserlohn und der Sparkasse Iserlohn die neue Photovoltaik-Anlage präsentiert. Auf dem Dach der Betriebsstelle Calle ist sie mit 100 kWp eine der leistungsfähigsten Anlagen dieser Art im Märkischen Kreis.
Geschäftsführer Gerhard Schmier freute sich darauf, dass er am 3. Juli gemeinsam mit Dr. Klaus Weimer, Geschäftsführer der Stadtwerke Iserlohn GmbH (SWI), und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der MVG, Thomas Gemke, der Betriebsstelle Calle auf das Dach steigen konnte. Dort steht eine der modernsten Photovoltaik(PV)-Anlagen, an der die Bürger Iserlohns Anteile erwerben können.
14 Solarpanels, 572 Solarmodule und eine Gesamtfläche von 745 m2 reichen zu einer Spitzenleistung von 100 kWp* - damit ist diese Anlage eine der stärksten PV-Anlagen im Märkischen Kreis.
Die Stadtwerke Iserlohn haben zur Erzeugung von Strom aus regenerativen, Energien eine geeignete Fläche für ihre PV-Anlage gesucht – und auf dem Dach der Betriebsstelle Calle gefunden. Die Größe der Aufstellfläche und die Ausrichtung nach Süden sind optimale Voraussetzungen für den Betrieb, zudem ist die Einstrahlung auf die Sonnenkollektoren ohne Einfluss von Hindernissen.
Bei einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in Höhe von etwa 3500 kWh könnte die PV-Anlage unter optimalen Nutzungsbedingungen ca. 25 Iserlohner Haushalte versorgen.
Dr. Klaus Weimer: „Mit der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage stoßen wir endlich ein Projekt an, das uns schon seit langer Zeit am Herzen liegt. Die Photovoltaik- Technologie ist eine sehr gute, klimaschonende Ergänzung zu den klassischen Energien. Wir werden uns im Laufe des 21. Jahrhunderts immer mehr auf die regenerativen Energien fokussieren müssen.“
Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt rund 500 000 Euro. Diese teilen sich Stadtwerke und MVG zu je 50%.
Die MVG speist ihren Anteil des gewonnenen Stroms in das Netz der SWI. Geschäftsführer Gerhard Schmier betont dabei den Umweltschutz: „Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach unserer Betriebsstelle passt gut zur MVG. Denn sie sorgt für deutlich weniger CO2-Ausstoß - wie unsere umweltfreundlichen Linienbusse mit modernsten Abgasfiltersystemen und Rußpartikelfiltern, die mit Euro 5-Motoren die Umwelt schonen. Mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Calle werden wir in 20 Jahren etwa 1000 Tonnen CO2 einsparen."
Die andere Hälfte der Photovoltaikanlage bieten die SWI den Bürgern Iserlohns als Beteiligungsmodell in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Iserlohn an. Dr. Christoph Krämer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Iserlohn, freute sich, diese einzigartige Vermarktungs-Kooperation zusammen mit den Stadtwerken Iserlohn vorstellen zu können. Sie wurde unter dem Aspekt, dass die Iserlohner Bürger die Möglichkeit erhalten sollen, indirekt an einem nachhaltigen Energieprojekt beteiligt zu sein, ins Leben gerufen.
Privatpersonen, die Anteile an der Anlage auf dem MVG-Gelände haben möchten, können dazu Sparkassenbriefe mit dem passenden Titel „Sonnenschein-Sparkassenbrief“ erwerben. Somit kann sich der Kunde an einem nachhaltigen Energieprojekt beteiligen, ohne dabei selbst eine Solaranlage errichten zu müssen. Akzeptiert werden Beteiligungen ab 1000 Euro bis max. 10 000 Euro pro Anleger.
(*) Anmerkung: Die maximale Leistung wird gemessen in kWp. Das „p“ steht für englisch „peak“ (Spitze, Gipfel).
Fotos - Photovoltaik-Anlage Betriebsstelle Calle
Mit Bussen über 50 Prozent weniger CO2-Ausstoß als mit Pkw
Jeder hat die Chance, einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten - durch einen grundlegenden Bewusstseinswandel beim Thema Mobilität.
Denn wer sein Auto stehen lässt und die Busse der Märkischen Verkehrsgesellschaft nutzt, verursacht weniger CO2-Emissionen. So liegt beispielsweise der CO2-Ausstoß bei einer ÖPNV-Fahrt von Lüdenscheid nach Iserlohn mit den Bussen der MVG bei 2,3 Kilogramm pro Fahrgast - ganz im Gegensatz zur Emission bei einer Fahrt einer Person mit dem Pkw. Hier betragen die Emissionen eines Mittelklasse Diesel-Pkw 6,5 Kilogramm.
Jeder einzelne kann also bei einer einfachen Fahrt über die Hälfte CO2-Ausstoß vermeiden, wenn er den Bus nimmt. Auf unserer Beispielstrecke wären das bei einem Berufspendler, der an 200 Arbeitstagen im Jahr jeden Tag diese Strecke hin und zurück mit dem Bus fährt, 1.680 Kilogramm CO2-Ausstoß weniger.
Berechnung: Pkw 6,5 x 400 = 2.600, Bus 2,3 x 400 = 920; Differenz: 1.680
Wir bieten klaren Umweltvorteil
"Wenn alle Bürger an einem Strang ziehen, können wir die Kohlenstoffdioxidkonzentration in unserer Region nachhaltig verringern", erklärt Geschäftsführer Gerhard Schmier. "Nach den erschreckenden Ergebnissen des UN-Klimaberichts ist es wichtiger denn je, dass jeder Bürger seine Gewohnheiten ändert, das Auto häufiger stehen lässt und auf den Öffentlichen Personennahverkehr umsteigt."
Klimaschutzziele nur mit Bus und Bahn erreichbar
Nach den Vorgaben der Bundesregierung sollen die CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent gesenkt werden. Um 17 Prozent konnten sie bereits gemindert werden. Um die fehlenden 23 Prozent in den nächsten 13 Jahren bewältigen zu können, müsse man verstärkt auf den ÖPNV setzen.
Das verdeutlichen auch die Zahlen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV), die sich konkret auf den Linienbusverkehr beziehen: So verbraucht ein Standard-Linienbus im Durchschnitt nur 2,0 Liter Dieselkraftstoff pro Fahrgast auf 100 Kilometern , bei durchschnittlicher Auslastung von 16 Personen. Ein Pkw hingegen verbraucht 6,6 Liter Dieselkraftstoff pro Fahrgast auf derselben Strecke, bei durchschnittlicher Auslastung von 1,2 Personen.
Noch drastischer sind die Unterschiede in der Rush-hour, also bei voller Auslastung des Fahrzeugs: Dann verbraucht ein Standard-Linienbus weniger als einen halben Liter Dieselkraftstoff pro Fahrgast. Entsprechend gering sind die CO2-Emissionen, die jeder Linienbus-Nutzer in dieser Situation verursacht. Sie liegen bei nur etwa fünf Prozent der Emissionen, die ein Pkw mit durchschnittlicher Besetzung (1,2 Insassen) verursacht.
UmweltMobilCheck der Deutschen Bahn AG
Auf der Internetseite www.bahn.de gibt es den UmweltMobilcheck, der auf Daten des Umweltbundesamts und Berechnungen des Heidelberger ifeu-Institus beruht. Zum UmweltMobilcheck der DB AG gelangen Sie entweder über den Navigationspunkt links oben "Reiseauskunft - Tickets" oder über die Eingabemaske zur Fahrplanauskunft. Hier bitte das Eingabefeld "erweiterte Suche" anklicken.
Nach Angabe von Start- und Zielpunkt erscheint neben dem Ergebnis der Fahrplanauskunft auch das Auswahlregister "UmweltMobilCheck". Dort erhalten Sie den direkten Vergleich zwischen CO2- Ausstoß beim ÖPNV und beim Pkw - bezogen auf die konkrete Strecke.

















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